Der Brenner

Der Motor eines jeden Ballons ist sein Brenner. Er sorgt mit dem Verbrennen von Propangas dafür, dass die Luft so heiß wird, dass der Korb samt Passagieren vom Boden abheben und bis zu 3000 Meter hochsteigen kann. Sicherheit ist dabei natürlich immer oberstes Gebot, deshalb stellen wir stets sicher, dass Brenner und Korb mit Brennerrahmen, Kunststoffstäben zur Stabilisierung und reißfesten Stahlseilen fest miteinander verbunden sind.

Die Gasflaschen zur Befeuerung werden im Korb verstaut, aus ihnen wird Propan in Heizspiralen eingeleitet, welche das Gas dann über Düsen im Brenner verteilt. Somit ist ein gleichmäßiges Erhitzen der Luft gewährleistet. Die Heizleistung eines modernen Brenners erreicht mindestens 1500 kW, was das Hundertfache der Leistung einer Gasheizung von einem Einfamilienhaus ist. Das ist auch wichtig, denn im oberen Teil der Ballonhülle sollen bis zu 110 °C erreicht werden, um das gesamte Gewicht des Heißluftballons aufsteigen zu lassen.

Sollte einmal ein Brenner ausfallen, muss niemand um sein Leben fürchten. Um immer für Sicherheit zu sorgen, werden bereits bei kleinen Ballons mindestens Doppelbrenner genutzt, bei größeren auch Drei- oder Vierfachbrenner. Allerdings wird natürlich vor dem Start ein umfassender Sicherheitscheck durchgeführt, sodass es hoffentlich gar nicht erst zu einem Ausfall kommt. Während der Fahrt kontrolliert der Pilot regelmäßig den Gasdruck mithilfe des Manometers, dieser ist nämlich von der Außentemperatur abhängig, die sich mit dem Aufsteigen in den Himmel stetig ändert.

Mittels der ständig brennenden Pilotflamme, die vor dem Start entzündet wird, kann dann durch Verbrennen von Propangas der Druck bei Bedarf erhöht werden. Wenn die Fahrt sich dem Ende zuneigt, wird ruhig und gleichmäßig die Temperatur in der Ballonhülle abgekühlt, sodass der Ballon langsam in Richtung Erdboden treibt.

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